Mal ne etwas andere Frage...

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mheymann76:
... vielleicht hat da der ein oder andere Mal nen Tipp für mich. 

Bis jetzt hab ich eigentlich immer nur die FSX-Standard-Flieger bzw. irgendwelche Freeware-Sachen geflogen. Ich bin eher so der Typ "Feierabendflieger", der vor dem Start nicht erst 7 Stunden Handbuch und Listen durchgehen will, bis die ersten Meter zur Startbahn zurückgelegt werden. Trotzdem würde ich auch gerne ein klein bisschen mehr machen als in den bisherigen Fliegern. (Also bitte nicht steinigen, bin nicht der "Hardcore-Simmer".

Jetzt ist für mich die Frage, ob es im Payware-Bereich Firmen gibt, die sich eher auf so eine Zielgruppe verstehen? Oder gibts entweder nur Freeware oder Extremst-realistische schwierige Maschinen? Habe hier z.B. die PMDG 4100 jetstream, das ist mir einfach zu schwierig zu handeln. Hat da jemand ne Idee? Es sollte schon ein bisschen größer sein als eine Cessna 172, aber nicht unbedingt so groß wie ein A340 oder ne Boeing 777 oder so. Bin mal auf Anworten gespannt hier. (-> ne Colour-Air-taugliche Maschine wäre natürlich noch ein Sahnehäubchen!)

CL218:
Ja, da gibt es Hersteller, ich suche mal was raus, bißchen Geduld.

sro:
Marc,

ich habe ja den direkten Vergleich zwischen realem (Segelflug und Motorsegler sowie Schleppflugzeug) und virtuellem Fliegen. Nachfolgend mal ein paar Gedanken dazu vonmir, nur als Anregung gedacht:

Natuerlich kannst Du Payware Maschinen in fast jeder Komplexitaet finden, aber das ist gar nicht das was das "Koennen" beim Fliegen ausmacht. In der realen Fliegerei fliegst Du nur einen oder zwei Typen (auch bei den Sportmaschinen), und die beherrschst Du technisch ziemlich schnell im Schlaf. Das Handling ist sehr schnell reine Routine. Meine ersten Platzrunden im Reisemotoregler (mit Lehrer) waren da recht typisch: Das technische Handling war in 10 Minuten gelernt, das Ausschweben vor der Landung ist immer noch eine Herausforderung (Kannst Du probieren im Sim: Scheibe Falke SF25 war der Typ). Das ist genau dasselbe wie mit den virtuellen Standardfliegern. Im Grunde ist der Superstress, der beim Fliegen eines Airliners oder groesseren Turboprops im Flusi suggeriert wird, unrealistisch. Unter solchen Arbeitsbbedingungen wuerde ein realer Pilot sehr schnell katastrophale Fehler machen -mit fatalen Folgen!

Was also kann man tun um es etwas komplizierter oder "realistischer" zu haben? Der Schluessel liegt in den Verfahren und der Navigation! Fliegst Du *immer* mit realem (also auch mal mit schlechtem) Wetter? Damit geht es schon los. Ich erinnere mich an unser Pilotentreffen in Berlin, wo wir "grosse" Simulatoren geflogen haben. Da gab es auch ein Sportflugseug, und als mir der Instruktor da mal ein bischen schlechte Sicht und nur 20 Kn Querwind auf die Bahn eingestellt hat hatte ich sofort echte Schweissperlen auf der Stirn, und die Landung ging gar nicht mehr so glatt aus.

Dann natuerlich die Verfahren: In kleinen Maschinen fliegst Du nach den Regeln fuer Luftraum "Echo", da gelten zum Beispiel Mindestabstaende zu Wolken. Die einzuhalten ist manchmal eine echte Herausforderung und zwingt zu Umwegen. Anflug auf einen Flughafen: Machst Du immer die vorgeschriebene Platzrunde vor der Landung? Auch in der korrekten Hoehe? Das steht alles in der ICAO Karte Deines Gebietes oder in den Anflugcharts (VOR). Landest Du (auch bei Seitenwind) immer *genau* auf der Centerline, und am Aufsetzpunkt? Ich hatte neulich einen Ueberpruefungsflug mit Lehrer zum Lizenzerhalt (GPL) und setzte wegen Seitenwind ca. 5m neben der Centerline auf, das fand der Lehrer gar nicht witzig, weil ich u.U. mit den Fluegeln die Befeuerung haette treffen koennen. Das anschliessende Debriefing war sehr unangenehm, Zitat: "Wir fliegen immer so exakt wie moeglich". . All das kannst Du auch im Sim machen und das ist letztlich viel herausfordernder als ein paar Hebel mehr, kostet gar nichts und bringt ein echtes Erfolgserlebnis. Und damit bist Du dann uebrigens schon ganz dicht dran an der realen Sportfliegerei, fehlt im Wesentlichen nur noch das "Arschgefuehl".

Navigation ist natuerlich auch so ein Thema. Benutze grundsaetzlich gar niemals die eingebaute "Moving Map", die hast Du real vermutlich auch nicht. Navigiere klassich, ohne GPS. Da gibt es so dermassen viel zu lernen und zu koennen, das dauert Jahre bis Du es wirklich beherrschst. Und nebenbei bemerkt muss das bis heute jeder Flugschueler real auch beherrschen, um seinen Schein ueberhaupt zu bekommen. Versuch doch mal mit realem Wetter einen Vierecksflug, nur mit Magnetkompass, Stoppuhr und Bodennavigation (brauchst natuerlich eine VOR Scenery). Dann merkst Du ploetzlich dass Du erst mal Deinen Kurs ausrechnen musst und natuerlich die Geschwindigkeit ueber Grund. Das hat bei Wind naemlich wirklich gar nichts mehr mit dem Kartenkurs und der theoretischen Geschwindigkeit zu tun. Oder fliege so in Norwegen, da geht das wegen der Topographie sogar ganz gut nach Bodenmerkmalen. Und dann steckst Du im Gudbrandsdal zwischen den Wolken und siehst die Berge links und rechts nicht mehr. Wo kam noch gleich der 90-Grad Turn nach links?

Wenn Du das alles beherrschst mit der Cessna, dann ist es wirklich Zeit fuer *ein paar Hebel mehr*. Ich fliege seit laengerem nur noch Kleinmaschinen, reales Wetter (im XPlane!) und meistens auch ausschliesslich mit klassischer Navigation. Eben genau wie in real auch.

Probier es mal. Alles was Du brauchst gibt es umsonst im Internet und die Cessna ist ploetzlich gar nicht mehr so simpel.

CL218:
Huhu Stefan, nett doch wieder mal zu "hören".
Senf von mir:
Marc möchte ja auch für die CAVA fliegen, die hat nun mal nicht massig Cessnas als Rundflugbetrieb, sicherlich immer mal nett zwischendurch, aber bei FSE fliegen wir schon fast nur diese Größen. Abgesehen davon, da die nächsten Monate mit VFR da oben eh nix ist (dunkel, Nebel, Wolken).
Daß SIM öfters stressiger ist, ist logisch, man übernimmt auch die Aufgaben des CO bw.noch des Ingenieurs, also doppelt Arbeit.
Wo ich auch zustimme, daß das stupide GPS-Einschalten langweilig ist. Für mich ist auch er Reiz, ein FMC zu programmieren (da ist auch deine Navigation).
Deshalb vermeide ich die Standardflieger, bis auf die "kleinen".
Aus meiner Sicht kann ich dir für die Mittelklasse die WILCO 737PIC empfehlen, sowie von denen die Airbisse PIC Teil1.
Plan lässr sichg bei beiden in den FMC laden. FMC kann man updaten über Navigraph. Mn muss keuine 1000 Seiten lesn, wie bei PMG,m es geht da schon schneller und mir persönlich machen sie sehr viel Spaß.
Noh einb Zitat aus dem FSX-Forum:
CLS (Commercial Level Simulations)

CLS bietet viele Addons für den FS9 und FSX. Die meisten Flieger haben immer ein sehr gutes Aussenmodell mit vielen Animationen. Desweitern haben sie ein sehr detailreiches Cockpit. Die meisten Produkte von CLS, wie zb. die Airbus Collection sind sogenannte F-Lite Produkte. Das heißt sie haben ein sehr gutes Aussenmodell sowie eine sehr gutes VC, aber nicht die Systemtiefe wie zb. die PMDG´s. Das heißt man kann einfach einsteigen und losfliegen. CLS ist somit für alle geeignet, die schnell und einfach in die Lüfte wollen.

Edit_reales Wetter habe ich auch nur.

pj1975:
Hallo Marc,

dein Wunsch ist nicht so einfach zu erfüllen. Es gibt eigentlich nur zwei Arten von Addon Flugzeugen, welche mit und welche ohne FMC. Die mit FMC sind typischerweise moderne Airline-Jets die dann auch eine gewisse Einarbeitungszeit brauchen. Die ohne FMC kannst du nochmal unterteilen in die die keinen bzw. den Microsoft Autopiloten verwenden wie die Standard-Flieger und die was eigenes mitbringen. Die mit den eigene sind oft herausfordernder weil ist oft beschränkte Autopiloten haben und du mehr selber machen musst. Die Paywareflieger haben im Vergleich mit den FSX Standard-Fliegern und vielen Freeware Maschinen oft Vorteile im Aussehen und auch das Feeling ist oft realistischer.


Meine Empfehlungen:

Flight-1 (AlphaSim)  BN-2 Islander
Flight-1 Pilatus PC-12

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